Die skurrilsten Beschwerden im Reisebüro

Die skurrilsten Beschwerden im Reisebüro

Aus gegebenen Anlass ist das Thema in dem heutigen Beitrag: Die skurrilsten Beschwerden im Reisebüro

Reisebüros haben ja während der Sommermonate nichts zu tun!

Wer das denkt, der täuscht sich gewaltig. Und in meinem Reisebüro kommt der Spruch fast täglich. Und das obwohl das Arbeitspensum in  Sommermonaten extrem geworden ist.

Der Versand von Reiseunterlagen, Prüfung von Zahlungseingängen, Verkauf von Zusatzleistungen, Verkauf von Last Minute Reisen und jede Menge Fragen zu der bevorstehenden Reise.

Aber vor allem fällt eine ganz besonders zeitintensive Aufgabe an. Nämlich die Annahme von Beschwerden. Und das gezwungenermassen.

Normalerweise sind Aufgaben der Reisevermittler und der Reiseveranstalter ganz klar differenziert.
Doch das sehen die Kunden offenbar nicht so.

Für den Kunden steht fest: „Da wo ich die Reise gebucht habe – Da beschwere ich mich selbstverständlich auch!“ In manchen Fällen ist das natürlich auch gerechtfertigt. In etwa bei Beratungsfehlern. Beispielsweise wenn das Reisebüro sagt der Flughafen liegt 5 Kilometer vom Hotel entfernt und in Wirklichkeit sind es dann 200 Kilometer.

Allerdings muss das dann auch widerrum erstmal nachgewiesen werden. Doch heute ist das Thema ein ganz anderes.

Ich möchte euch heute die 5 skurrilsten Beschwerden von Kunden im Reisebüro präsentieren.

Und das sind definitiv keine Beschwerden die ich mir ausgedacht habe, sondern die Beschwerden haben uns tatsächlich im Reisebüro erreicht!

Die skurrilsten Beschwerden im Reisebüro

Beschwerde 1:

„Das Wetter ist zu Hause viel besser als bei  uns im Reiseziel!“

Neulich hatte ich einen Anruf von einem sehr enttäuschten Kunden. Dieser Kunde war unzufrieden, da das Wetter auf Teneriffa schlechter ist als zu Hause in Deutschland.

Er bat mich mit dem Veranstalter zu sprechen um eine kostenlose Umbuchung in ein anderes Zielgebiet zu bekommen.

Daraufhin musste ich mich zusammenreissen um nicht plötzlich respektlos loszu lachen, denn jeder Kunde ist bei uns König.

Doch diesen König musste ich letztendlich auf den Reiseleiter verweisen. Der arme Reiseleiter tat mir in dem Moment besonders leid.

 

Beschwerde 2:

„Wir möchten eine Entschädigung – Die Airline hat uns keine Plätze nebeneinander zugeteilt!“

In der heutigen Zeit bietet fast jede Fluggesellschaft einen Online check in. Damit genau wie in diesem Fall, der Kunde seine Wunschplätze erhält.

Ein Hinweis auf einen möglichen Online Check in geht zu 90% immer in den Reiseunterlagen hervor. In den Reiseunterlagen wird sogar genau beschrieben wie dieser durchgeführt wird.

Wer also eine Garantie auf zusammenhängende Plätze haben möchte, muss diese vorab reservieren. Zwar bemüht sich das Check in Personal am Flughafen, alle Wünsche zu erfüllen.

Doch in der Hauptsaison während der Ferien klappt das nicht immer.

 

Beschwerde 3:

„Rail & Fly habe ich nicht gebucht – ich will mein Geld zurück!“

Die meisten Reiseveranstalter bieten ihre Pauschalreisen inkl. der Nebenleistung Rail & Fly an. Der Kunde kann also mit dem Zug quer durch Deutschland zum Flughafen waren. Dabei ist egal ob er beispielsweise von München losfährt und ab Hannover losfliegt. Doch in den Reiseunterlagen bzw. flexiblen Zugtickets steht auch drin, dass es bei Nichtbenutzung keinen Anspruch auf Erstattung gibt. Somit hat der Kunde sich tierisch darüber aufgeregt, dass er für eine Leistung bezahlt, die er nie bestellt hat.

Dabei ist es aus der Sicht des Veranstalters einfach nur ein netter Service der die Anreise erleichtern soll.

 

Beschwerde 4:

„Das Essen ist zu scharf gewürzt – Bitte bezahlt mir die Verpflegung in einem anderen Restaurant“

Da ruft mich doch tatsächlich eine Kundin aus dem Urlaub an, um sich über das Essen zu beschweren! Das Hotel hatte super Bewertungen und die Kundin hat sich das Hotel selbst über das Internet rausgesucht. Dazu muss erwähnt werden, dass die Verpflegungsleistung all inclusive gebucht wurde und das Hotel zwei Buffet-Restaurants hat. Aber dennoch war es für die Kundin grund genug um aus ihrem wohlverdienten Urlaub anzurufen. Nach dem Motto: „Das hättet ihr mir als Reisebüro doch sagen müssen. Ich erwarte, dass ihr mir eine alternative Verpflegung in einem anderen Restaurant in der Umgebung ermöglicht!“ Und zum Abschluss der Klassiker: „Wenn nicht, dann gebe ich euch eine schlechte Bewertung auf Facebook!“

 

Beschwerde 5:

„Das Wasser ist viel zu salzig – Meine Augen brennen den ganzen Tag“

Ja, auch das gibt es! Einen Kunden der sich während dem Aufenthalt darüber beschwert, dass das Meerwasser viel zu salzig ist. Die Augen brennen nunmal, wenn man beim tauchen keine Taucherbrille trägt. Da frage ich mich wie die anderen tausende Urlauber in dem Zielgebiet überleben können. Dieses Telefongespräch mit dem Kunden dauerte ganze 20 Minuten!

 

Wie du siehst kann der Alltag in einem Reisebüro ganz schön anstrengend sein. Also Augen auf bei der Berufswahl!

Hat dir der Beitrag gefallen? Hinterlasse gerne einen Kommentar! Und schau doch mal in meinen anderen Beiträgen vorbei.

PS.: Ach und falls du eine Reise von einem Reiseveranstalter buchen möchtest, der seine Beschwerden sehr ernst nimmt, dann solltest du hier klicken!

Bei Neckermann Reisen bzw. Thomas Cook Konzern habe ich als Reisebüro noch nie schlechte Erfahrungen gemacht!

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